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Tätigkeitsbericht der AG18

AG18 - Zelluläre Elektrophysiologie (gegründet FT 1994, verlängert FT 2017)

Sprecher

Prof. Dr. Dierk Thomas

Stellvertreter

Priv.-Doz. Dr. Niels Voigt

Weitere Informationen

Die elementare Aufgabe unserer Arbeitsgruppentätigkeit ist die wissenschaftliche Aktivität auf dem Gebiet der zellulären kardialen Elektrophysiologie. Hierzu wurde vom 11.-12.9.2015 in Heidelberg ein zweitägiges Symposium mit dem Titel „Heidelberg Channels 2015 - Novel Roles for Ion Channels in Physiology and Disease“ ausgerichtet. Eine Gruppe von 40 nationalen und internationalen Experten präsentierte in diesem Rahmen wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen. Das Schwerpunktthema des Symposiums war das Vorhofflimmern, die häufigste und medizinisch wie ökonomisch bedeutendste Rhythmusstörung. Es wurde herausgearbeitet, dass die molekulare Forschung in Verbindung mit epidemiologischen Daten die Grundlage für die Entwicklung erfolgreicher innovativer, patientenspezifischer Therapiekonzepte bildet. Wir freuen uns zusammen mit der internationalen Faculty aus Deutschland, England, Italien, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Israel und den USA auf viele zukünftige Neuauflagen dieser Veranstaltung der AG 18!

Auch die Mitarbeit bei der Gestaltung des wissenschaftlichen Programms der Frühjahrs- und Herbsttagung (Basic Science Meeting) der DGK stand im Zeichen der Optimierung des wissenschaftlichen Austauschs innerhalb der Zellulären Elektrophysiologie-Community, sowie darüber hinaus mit translationalen Wissenschaftlern und Klinikern. Auf der Jahrestagung in Mannheim stand die Sitzung der AG 18 unter dem Titel „Autonomes Nervensystem und Arrhythmien“. Dominik Linz, Torsten Christ, Jordi Heijman und Katja Odening präsentierten jeweils molekulare Aspekte zu autonomer Innervation bei Vorhofflimmern, catecholaminergen ventrikulären Arrhythmien und dem Langen und Kurzen QT-Syndrom. Ein Schwerpunkt jedes Vortrags lag in der Translation in die klinische Anwendung, so dass anwesende Kliniker einen direkten Bezug der molekularen Zusammenhänge diskutieren konnten, welcher im Gegenzug neue Perspektiven in der molekularen Forschung eröffnete.

Die AG 18 beteiligte sich darüber hinaus an der Ausrichtung und Gestaltung des Basic Science Meetings der DGK. Im ersten Teil der Sitzung zum Thema „Pathophysiology and treatment of ventricular tachyarrhythmias“ präsentierten die Referenten Frank R. Heinzel (Berlin) und Rachel ter Bekke (Maastricht) molekulare Grundlagen der Entstehung monomorpher und polymorpher ventrikulärer Tachykardien. Es wurde besonders auf die Verständlichkeit dieser Pathomechanismen Wert gelegt, um auch Nachwuchsforschern das Gebiet nachhaltig zu erschließen und wissenschaftliche Anknüpfungspunkte zu generieren. Im zweiten Teil dieser Sitzung wurde das Format der Debatte gewählt („State-of-the-art in antiarrhythmic VT therapy“) und dem translationalen Ansatz Rechnung getragen. Als Referenten wurden Lars Eckardt und Daniel Steven gewonnen. Die Gegenüberstellung von medikamentöser Kontrolle von Herzrhythmusstörungen und Katheterablation knüpfte direkt an die zuvor geschilderten Mechanismen an.