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Schrittmacher- und Defi-Implantationen auch bei Übergewichtigen erfolgreich – Weniger Komplikationen

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Bei adipösen Herzpatienten ist die Implantation von kardialen Geräten genauso erfolgreich wie bei normalgewichtigen, die Komplikationsrate ist sogar geringer. Das zeigt eine Berliner Studie, die im Rahmen der DGK Herztage präsentiert wurde. 

Berlin, 7. Oktober 2016 – Die Implantation von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren ist bei Patienten mit Adipositas genauso erfolgreich wie bei Normalgewichtigen und mit weniger Komplikationen verbunden. Das zeigt eine aktuelle Studie, die im Rahmen der DGK Herztage in Berlin präsentiert wurden.

Übergewicht und insbesondere Adipositas sind bei einer Reihe von kardiologischen Interventionen mit einer höheren Komplikationsrate und ungünstigeren Behandlungsergebnissen assoziiert. Ziel der Studie war es, den Therapieerfolg und die Komplikationsrate bei adipösen Patienten zu untersuchen, bei denen ein Herzschrittmacher oder implantierbarer Defibrillators („cardiac implantable electronic devices“, CIED) eingesetzt wurden.

Die Forschergruppe der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Universität Verona analysierten die Daten von insgesamt 965 zwischen 2011 und 2015 behandelten Patienten. 249 von ihnen hatten einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 kg/m2 und mehr. „Es gab hinsichtlich der Erfolgsraten keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen“, berichteten die Studienautoren. „Bei den adipösen Patienten war die Komplikationsrate mit 4,4 Prozent signifikant niedriger als bei den nicht-adipösen mit 8,7 Prozent.“ Die Strahlendosis war in der Gruppe der adipösen Patienten erheblich höher. „Wir sollten daher versuchen, die Strahlendosis weiter zu reduzieren“, so die Autoren.

Quellen: Huemer et al. P483 – Cardiac device implantations in obese patients: Success rates and complications. Clin Res Cardiol 105, Suppl 2, Oktober 2016

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