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Predictors, treatment and long-term course of iron deficiency in unselected patients with heart failure: The RAID-HF registry.

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Dr. Harm Wienbergen, Bremen 

Eisenmangel bei unselektionierten Herzinsuffizienz-Patienten – eine Therapie wird nur selten durchgeführt
Bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz wurde das Vorhandensein eines Eisenmangels als ungünstiger prognostischer Faktor identifiziert, und es wurde gezeigt, dass eine intravenöse Eisen-Substitution zu einer Verringerung von Symptomen und Rehospitalisationen bei Herzinsuffizienz führt (FAIR-HF Studie, CONFIRM-HF Studie)
Ziel des RAID-HF Registers war es, den Verlauf und die Behandlung von Eisenmangel bei unselektionierten Herzinsuffizienz-Patienten zu untersuchen. Einschlusskriterien waren EF ≤ 40% und bekannte Herzinsuffizienz seit >3 Monaten, es gab keine Ausschlusskriterien, so dass auch instabile Patienten und solche mit schweren Begleiterkrankungen eingeschlossen wurden (“real-world”-Daten).
Von 10/2010 bis 10/2013 wurden 671 Patienten an 16 deutschen Zentren eingeschlossen und 1 Jahr nachbeobachtet.

Eisenmangel am häufigsten bei Frauen und Patienten mit Anämie
Bei 55,9% der Herzinsuffizienz-Patienten (n=375) wurde ein Eisenmangel nachgewiesen, dabei hatten 33,2% einen absoluten Eisenmangel (Ferritin < 100 μg/l) und 22,7% einen funktionellen Eisenmangel (Ferritin 100-299 μg/l und Transferrin-Sättigung <20%).
38,5% der Patienten mit Eisenmangel hatten auch eine Anämie, hingegen nur 25,1% der Patienten ohne Eisenmangel. In einer multivariaten Analyse waren weibliches Geschlecht und Anämie die wichtigsten Prädiktoren für das Vorliegen eines Eisenmangels bei Herzinsuffizienz.

Nur selten Therapie eines Eisenmangels
Trotz des nachgewiesenen Nutzens einer intravenösen Eisentherapie zur Reduktion von Symptomen und Rehospitalisationen erhielten nur 10,1% der Patienten mit Eisenmangel und Herzinsuffizienz eine Eisensubstitution.
Dabei erhielten die meisten Patienten eine orale Eisentherapie, eine intravenöse Eisentherapie wurde lediglich bei 2,2% der Patienten verabreicht.

Eisenmangel kein Prädiktor der Langzeit-Mortalität
Die 1-Jahres-Mortalität der Patienten mit Eisenmangel war in dieser Studie nicht signifikant erhöht (multivariate harzard ratio 1,14, p 0,51). Bisherige Studien, die eine erhöhte Mortalität bei Eisenmangel nachwiesen, erfolgten bei stabilen bzw. selektionierten Patienten, so dass diskutiert werden muss, ob ein mittels Ferritin und Transferrin-Sättigung definierter Eisenmangel in einem Kollektiv unselektionierter Herzinsuffizienz-Patienten prognostische Wertigkeit hat. Das Vorhandensein einer Anämie war hingegen in unserer Studie ein signifikanter Prädiktor der 1-Jahres-Mortalität (multivariate harzard ratio 2,70, p <0,001).

Fazit
Die RAID-HF Studie zeigt, dass im klinischen Alltag nur selten eine Substitutionstherapie eines Eisenmangels bei Herzinsuffizienz zur Verbesserung der Symptomatik durchgeführt wurde.
Eisenmangel war in diesem Register unselektionierter Patienten kein signifikanter Prädiktor der 1-Jahres-Mortalität, das Vorhandensein einer Anämie hingegen schon.

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