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Deutsches Mitralklappen-Register: Minimalinvasives MitraClip-Verfahren nützt Patienten mit und ohne Vorhofflimmern

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Vom 23. – 26. April 2014 findet in Mannheim die 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt. 

Mannheim, Freitag, 25. April 2014 – Neue Ergebnisse aus dem deutschen Mitralklappen-Register (TRAMI Register) zeigen, dass das Katheter-gestützte MitraClip-Verfahren Patienten mit und ohne Vorhofflimmern nützt. Diese Methode zur Behandlung der symptomatischen hochgradigen Mitralklappen-Insuffizienz konnte unabhängig vom Herzrhythmus sicher und effektiv durchgeführt werden, die Mitralklappen-Insuffizienz wurde bei 94 Prozent der Patienten reduziert. Das berichtet Dr. Alexander Jabs (Mainz) auf der 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. 

Die Undichtigkeit der Mitralklappe ist eine häufige Herzerkrankung. Wird sie zu groß, muss das Herz deutlich mehr arbeiten und es entsteht eine Schädigung des Herzmuskels mit Wassereinlagerungen, Luftnot, Müdigkeit und fehlender Belastbarkeit. Das minimalinvasive Verfahren MitraClip ermöglicht es, ohne Operation und Brustkorb-Eröffnung die Undichtigkeit der Mitralklappe zu beheben. Über die Leiste wird ein Katheter ins Herz vorgeschoben, an dessen Spitze sich der Clip befindet, der an der richtigen Stelle platziert wird. Gegenstand der aktuellen Untersuchung war der mögliche Einfluss von Vorhofflimmern versus normalem Herzschlag (Sinusrhythmus) auf Sicherheit und Wirksamkeit des MitraClip Verfahrens. Von den 801 MitraClip Patienten, die zwischen 2009 und 2013 in TRAMI eingeschlossen wurden, hatten 384 (47,9%) Vorhofflimmern im Aufnahme-EKG.

Fazit: Erfolgreich durchgeführt wurde der Eingriff bei rund 95,5 Prozent der Patienten. Im Mittel wurden 1,4 Clips pro Patient implantiert. Während des Krankenhausaufenthaltes unterschieden sich die Raten schwerer Ereignisse zwischen den Gruppen nicht. 

Die bei Follow-up Untersuchungen 38 bis 181 Tage nach dem Eingriff erfassten MACCE (Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall) waren nicht signifikant unterschiedlich, es fand sich auch kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Re-Hospitalisierungshäufigkeit. Die Häufigkeit einer NYHA III/IV Herzinsuffizienzsymptomatik im Vergleich zur Situation vor MitraClip® war deutlich rückläufig. Entsprechend schätzten 64,7 Prozent der Patienten mit Vorhofflimmern ihren Gesamtgesundheitszustand verglichen mit vor 12 Monaten als verbessert ein. 

Dr. Jabs: „Somit liefern die TRAMI-Registerdaten – trotz Register-abhängiger Limitationen – Anhaltspunkte dafür, dass das MitraClip-Verfahren als eine Katheter-gestützte Methode zur Behandlung der symptomatischen hochgradigen Mitralklappen-Insuffizienz in dem untersuchten Patientenkollektiv unabhängig vom Herzrhythmus im Aufnahme-EKG sicher und effektiv durchgeführt werden kann. Es reduziert die Mitralklappen-Insuffzienz bei der großen Mehrheit der Patienten, und die Patienten profitieren auch längerfristig davon.“ 

Quelle: DGK Abstract P1754, A. Jabs et al, Effects of Atrial Fibrillation and Heart Rate on Percutaneous Mitral Valve Repair – results of the German transcatheter mitral valve interventions (TRAMI) registry.  Clin Res Cardiol 103, Suppl 1, April 2014

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit über 8500 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.