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4-year follow-up of patients with stable angina, unobstructed coronary arteries and proof of coronary artery spasm: The ACOVA (Abnormal COronary VAsomotion in patients with stable angina and unobstructed coronary arteries) study follow-up

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Dr. Peter Ong; et al, Stuttgart

Hintergrund: Bei Patienten mit Angina pectoris und nicht-stenosierten Koronararterien ist eine funktionelle Störung der Herzkranzgefäße (Koronarspasmen) häufig als Beschwerdeursache zu finden. In der ACOVA-Studie (Abnormal COronary VAsomotion in patients with stable angina and unobstructed coronary arteries) zeigte sich, dass 62% aller Patienten mit stabiler Angina pectoris und nicht-stenosierten Koronararterien, bei denen eine intrakoronare Acetylcholin-Provokationstestung durchgeführt wurde, epikardiale oder mikrovaskuläre Koronarspasmen hatten. Daten zur Prognose dieser Patienten sind aber dürftig. Diese Studie untersuchte daher die Prognose von Patienten mit stabiler Angina pectoris, nicht-stenosierten Koronararterien und Koronarspasmen nach einem Follow-Up von 4 Jahren.

Methoden:

Vier Jahre nach Studienbeginn wurden die folgenden Endpunkte bestimmt: Tod (kardial, nicht-kardial), nicht-tödlicher Myokardinfarkt, anhaltende Angina pectoris, erneute Koronarangiographie. In die Analyse wurden insgesamt 212 Patienten einbezogen (75% des ursprünglichen Studienkollektivs). Dies waren 109 Patienten mit stenosierender KHK und 103 Patienten ohne Koronarstenosen, von denen 88 einer Acetylcholintestung unterzogen worden waren.

Ergebnisse:

Von den Patienten ohne Koronarstenosen starben insgesamt 3 Patienten (1x kardiale, 1x nicht-kardiale Ursache, 1x unbekannt). Kein Patient erlitt einen nicht-tödlichen Myokardinfarkt. Von den Patienten mit stenosierender KHK starben insgesamt 15 Patienten (7x kardial, 6x nicht-kardial und 2x unbekannt). Darüber hinaus hatten 3 Patienten einen nicht-tödlichen Myokardinfarkt. Anhaltende Angina pectoris war häufiger bei Patienten ohne Koronarstenosen als bei solchen mit stenosierender KHK (49, 48% <> 32, 29%, p=0.042). Die Rate für erneute Koronarangiographien war für beide Gruppen vergleichbar (14, 14% <> 19, 17%, p=0.341, Tabelle 1). Die Kaplan-Meier Analyse ergab eine signifikant höhere Mortalität und Rate für Koronarereignisse (Kombination aus kardialem Tod und nicht-tödlichem Myokardinfarkt) für Patienten mit stenosierender KHK (Abbildung 1).

Schlussfolgerung:

Patienten mit stabiler Angina pectoris, nicht-stenosierenten Koronararterien und Nachweis von Koronarspasmen haben eine niedrigere Mortalität und Rate für Koronarereignisse nach 4 Jahren als Patienten mit stenosierender KHK. Allerdings ist die anhaltende Angina pectoris bei der ersteren Gruppe häufiger zu finden, was zu einer vergleichbaren Rate an erneuten Koronarangiographien in beiden Gruppen führt.

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