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Kardiologenkongress Mannheim: Besucherrekord mit mehr als 8.500 Teilnehmern

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Mannheim, Samstag, 6. April 2013 – „3.729 Vorträge und Poster-Präsentationen und mehr als 8.500 aktive Teilnehmer aus fast 30 Ländern sind neuer Rekord für unsere DGK-Jahrestagung“, zog DGK-Präsident Prof. Georg Ertl (Würzburg) Bilanz zum Frühjahrskongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK). Von Mittwoch bis Samstag wurden in Mannheim aktuelle Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie behandelt. „Aber auch jenseits dieser erfreulichen Zahlen konnten wir mit unseren Kongressthemen zeigen, welchen wichtigen Beitrag die Kardiologie zu den großen Herausforderungen für die Gesundheitssysteme leistet.“

Schwerpunkt-Thema Herzinsuffizienz: Erfolge in Diagnose und Therapie

„Das Thema Herzmuskelschwäche (HI) bildete den Schwerpunkt unserer Jahrestagung. Denn was die Aufklärung der Ursachen angeht, sind in letzter Zeit enorme Fortschritte gemacht worden“, bilanziert Tagungspräsident Prof. Dr. Hugo Katus (Heidelberg). Neu sind vor allem Einsichten in die Bedeutung genetischer Faktoren. Prof. Katus: „Wenn es in der Familie einen einzigen Fall von Herzmuskelschwäche gibt, sollten sich alle Verwandte ersten Grades untersuchen lassen.“ Die frühe Diagnose ist wichtig, weil die heute verfügbaren Standard-Therapien, rechtzeitig eingesetzt, das Risiko an HI zu versterben, deutlich reduzieren können.

„Weil wir die verschiedenen Ursachen der Krankheit immer besser verstehen, zeichnen sich auch neue therapeutische Optionen ab, die über die Standard-Therapie hinausgehen. Durch neue molekulare Diagnoseverfahren wird man in Zukunft besser zwischen verschiedenen Ursachen und Formen der HI differenzieren können und damit einen Schritt in Richtung einer individualisierten Therapie machen“, sagt Prof. Katus. Erste in der Praxis relevante Konsequenzen bringt zum Beispiel die Identifikation einer Kardiomyopathie, die durch eine Mutation des Kerneiweiß Lamin bedingt ist. Betroffene haben ein hohes Risiko, an einem plötzlichen Herztod zu versterben, und müssen frühzeitig mit einem Defibrillator behandelt werden.

„Bei weit fortgeschrittener HI stand uns bislang nur die Herztransplantation zur Verfügung“, so Prof. Katus. „Nun zeichnen sich aber auch bahnbrechende Entwicklungen in der mechanischen Pumpunterstützung des Herzens ab. Es gibt immer bessere Möglichkeiten, Patienten auch mit Kunstherzen zu versorgen.“

 

Kontakt:

Pressesprecher der DGK

Prof. Dr. Eckart Fleck

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8200 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter www.dgk.org