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Dicke Kinder: Schon kurzzeitiges Training reduziert Herzrisiko

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Mannheim, Freitag, 5. April 2013 – Schon nach einer relativ kurzen Zeit von vier bis sechs Wochen lässt ein tägliches Bewegungsprogramm bei adipösen Kindern und Jugendlichen nicht nur die Kilos purzeln, sondern reduziert auch andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich. Das zeigt eine aktuelle Studie aus Leipzig und Bad Frankenhausen, die bei der 79. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim präsentiert wurde. „Das Trainingsprogramm reduzierte Entzündungsprozesse und die Ausschüttung der mit Fettleibigkeit assoziierten Adipozytokine und könnte zu einer Regeneration von frühen vaskulären Schäden bei kindlicher Adipositas beitragen“, ziehen die Studienautoren Bilanz.

Untersucht wurden in der Studie 57 übergewichtige Jugendliche mit einem Altersdurchschnitt von 12,6 Jahren und einem durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI) von 29,5. Sie nahmen an einem vier- bis sechswöchigem Programm teil, das aus täglichen Trainingseinheiten (unter anderem Laufen, Schwimmen und Sport-Spiele), diätetischen Maßnahmen und Aufklärung bestand. Nach dem Programm war das Durchschnittsgewicht der Teilnehmer von 75,9 auf 71,2 kg gesunken, positiv entwickelten sich auch andere Herz-Risikofaktoren wie Insulinresistenz (Zuckerspitze im oralen Glukosetoleranztest sank von durchschnittlich 765 auf durchschnittlich 622) oder Cholesterinwerte (LDL von sank durchschnittlich 2,3 auf durchschnittlich 1,8; Gesamtcholesterin sank von durchschnittlich 4 auf durchschnittlich 3,4). Der Wert von hochsensitivem  C-reaktivem Protein, einem Marker für kardiovaskuläres Risiko, sank von durchschnittlich 2,5 auf durchschnittlich 1,2 mg/L, auch der Wert verschiedener Adipozytokine sank signifikant.

Quelle: Erbs et al., Exercise training in children with obesity: impact on risk factor profile, metabolic parameters, inflammatory activation, adipocytocine expression and endogenous regeneration. Abstract V848. Clin Res Cardiol 102, Suppl 1, 2013 

 

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