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Wie effektiv und sicher ist die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei Patienten mit Herzinsuffizienz? Daten aus dem Deutschen Device-Register

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Dr. Salman Heiderfazel et.al, Berlin

Einleitung: Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist eine wirksame und etablierte Therapie bei Patienten mit milder und fortgeschrittener Herzinsuffizienz. Die Anzahl der Implantationen steigt stetig. Ziel dieser Arbeit ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit der kardialen Resynchronisations-therapie anhand der Daten aus dem Deutschen Device-Register zu überprüfen.

In einem deutschlandweiten Register (Institut für Herzinfarktforschung, Ludwigshafen) wurden konsekutiv 1215 Patienten (Pat.) mit Herzinsuffizienz erfasst, bei denen eine CRT-Implantation durchgeführt wurde.

Ergebnisse: s. Tabellen 1+2: Hospitale Komplikationen wie Perikardergüsse traten in 0,7% der Fälle auf, Hämatothoraces in 0,2%, Pneumothoraces bei 1,5% und Wundinfektionen bei 2,1% der Patienten. 4 Patienten starben aus kardialer Ursache.

Nachbeobachtung: 888 Patienten wurden bisher über mindestens 1 Jahr nachbeobachtet. Die 1-Jahres-Mortalität betrug 8% (75% aus kardialer Ursache). Ein Jahr nach CRT-Implantation zeigte der Großteil der Patienten eine Verbesserung ihrer NYHA-Klasse (NYHA I: 35%, II: 34%, III: 25%, IV: 6%). Die Lebensqualität war in 63% der Fälle verbessert und in 5% verschlechtert.

 

Männliches Geschlecht

78%

Alter < 70 Jahre

49%

Strukturelle Herzerkrankung

  • KHK
  • DCM

93%

  • 52%
  • 48%

LV-Funktion < 30%

80%

Sinusrhythmus

74%

CRT-D

96%

Tabelle 1

 

Linksschenkelblock:

  • QRS        > 120 – 150 ms
  • QRS        > 150 ms

82%

  • 34%
  • 55%

Vor CRT-Implantation:

  • NYHA II
  • NYHA III
  • NYHA IV

17%

77%

7%

Tabelle 2

Schlussfolgerung: Unsere Daten aus einem deutschlandweiten Register unterstützen die Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der aktuellen Leitlinien, welche auf großen randomisierten Studien basieren und in denen eine CRT-Implantation bei Patienten mit milder und schwerer Herzinsuffizienz empfohlen ist. Weitere Anstrengungen sind nötig, um die Anzahl der Responder einer CRT-Therapie zu erhöhen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8200 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter www.dgk.org