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Fortschritte in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen: Katheterablation und Device-Implantation

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Dresden, 10. Oktober 2013 – Zwei Herzerkrankungen nehmen in den letzten Jahren rasant und mehr als erwartet zu: das Vorhofflimmern und die Herzinsuffizienz. Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der der Herzrhythmus unregelmäßig und oft schnell wird. Manche Patienten merken das sehr stark und unangenehm, andere bemerken diese Rhythmusstörung gar nicht. Vorhofflimmern kann zu einer Herzschwäche und einem Schlaganfall führen und sollte daher frühzeitig erkannt werden. Hier sind in jüngster Zeit spektakuläre Fortschritte durch die Herzrhythmus-Kontrolle durch implantierbare Geräte, Herzschrittmacher und implantierbare Rekorder gemacht worden. In der ASSERT-Studie konnte gezeigt werden, dass Vorhofflimmern schon bei einer Länge von nur wenigen Minuten, das von Schrittmachern mit EKG-Speicher entdeckt wird, mit einem 2,5fachen Risiko für einen Schlaganfall assoziiert ist. Therapeutisch wurden besondere Fortschritte bei der Vermeidung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern durch verbesserte Erkennung, bessere Medikamente zur Blutverdünnung und implantierbare Schirmchen, die das Vorhofohr (in dem Blutgerinnsel sitzen können) verschließen. Daneben wurde die Behandlung von Vorhofflimmern mittels Katheterablation durch neue Techniken deutlich weiterentwickelt, gemacht. Mehrere große deutsche Zentren, die eine Katheterverödung durchführen, stellen ihre Ergebnisse mit den neuesten Methoden auf dieser Tagung vor.

Die Behandlung von langsamem Puls und Pausen durch Herzschrittmacher stellt eine Routinetherapie seit 50 Jahren dar. Dennoch gibt es auch hier wichtige neue Erkenntnisse: Zum einen kann bei Patienten mit unklaren Bewusstlosigkeiten durch einen Rekorder, der unter die Haut implantiert wird, oft eine Rhythmusstörung als Ursache nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Zum zweiten zeigte die kürzlich veröffentlichte BLOCK-HF-Studie, dass bei Patienten, die eine Schrittmacherstimulation in der Herzkammer benötigen, die Implantation einer dritten Sonde in der linken Herzkammer die Pumpfunktion des Herzens schützen und länger erhalten kann. Zum dritten wurden dieses Jahr neuartige Schrittmacher ohne Sonden direkt über einen Herzkatheter in den Herzmuskel gesetzt. Diese Technologie erscheint sehr vielversprechend für die unmittelbare Zukunft. 

Zusammenfassend werden auf der Jahrestagung Rhythmologie in Übersichtsvorträgen und Vorstellungen der eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Herzrhythmusstörungen vorgestellt und dokumentieren eine ausgezeichnete Qualität der Behandlung von Herzrhythmusstörungen in Deutschland. 

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8200 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter www.dgk.org