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Wolfgang-Trautwein-Forschungspreis

Gestiftet von der Peter Osypka Stiftung, Grenzach.

Der Preis wird nicht mehr ausgelobt!

Professor Dr. Wolfgang Trautwein wurde am 8. Januar 1922 in Konstanz geboren. Er arbeitete als Assistent am W.G. Kerckhoff-Institut, Bad Nauheim, unter der Leitung von Prof. Dr. H. Schaefer und an den Physiologischen Instituten der Universitäten Gießen und später Heidelberg.

1962 wurde er dort zum Direktor des II. Physiologischen Instituts und 1966 zum ordentlichen Professor ernannt. 1969/70 stand er als Dekan an der Spitze der Medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

1971 trat er in Homburg die Nachfolge von Professor H. Passow als Direktor des II. Physiologischen Instituts an, dem er fast 20 Jahre vorstand. Professor Trautwein erwarb sich bleibende Verdienste um die Beschreibung der elektrophysiologischen Eigenschaften des Sinusknotens des Herzens, der spontanen Aktionspotentiale und deren Regulation durch das vegetative Nervensystem. Von herausragender Bedeutung ist Professor Trautweins Beschreibung des Kalziumeinwärtsstroms durch spannungsabhängige Kalziumkanäle. Die Charakterisierung von Ionenkanälen, die für die Steuerung des Membranpotentials verantwortlich sind, hat den elektrophysiologischen Kenntnisstand fundamental bereichert.

Professor Trautwein verantwortet darüber hinaus grundlegende methodische Fortschritte in der so genannten „voltage-clamp“-Technik. Professor Trautwein ist Ehrenmitglied zahlreicher physiologischer Gesellschaften wie auch der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie. Als Träger des nach dem Leipziger Internisten benannten Paul-Morawitz-Preises der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. konnte er im 75. Jahr des Bestehens der Gesellschaft seinen 80. Geburtstag begehen.

Richtlinien

Mit dem Wolfgang-Trautwein-Forschungspreis werden theoretisch und klinisch tätige Wissenschaftler ausgezeichnet, deren wissenschaftliche Arbeiten sich mit Fragen der Interventionellen Elektrophysiologie beschäftigen.
Der Preis wurde erstmalig im Jahr 2003 ausgelobt, die Preissumme beträgt 10 000 Euro. Die Verleihung erfolgt anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim.
Zur Bewerbung um den Wolfgang-Trautwein-Forschungspreis ist jeder Forscher oder entsprechende Forschungsgemeinschaften, unabhängig von der Nationalität, berechtigt.
Es werden nur Originalarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum in deutscher oder in englischer Sprache ausgezeichnet, die noch nicht oder innerhalb der letzten zwölf Monate vor Einsendeschluss veröffentlicht wurden. Die ihr zugrunde liegende Leistung muss außerhalb des Sponsoring durch gerätetechnische oder pharmazeutische Unternehmen erbracht worden sein.
Die eingesandten Arbeiten werden zur Begutachtung einem Preisrichterkuratorium vorgelegt, das die besten Arbeiten auswählt. Danach entscheidet der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. über die Preisvergabe.

Ausschreibung

  1. Die Unterlagen müssen rechtzeitig bei der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. eingegangen sein.
  2. Die Arbeit sollte den Umfang eines zur Publikation in einem angesehenen Journal eingereichten Manuskripts nicht übersteigen. Die Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache, die Zusammenfassung muss in deutscher Sprache abgefasst werden.
  3. Einzureichen sind folgende Unterlagen, zusammengefasst in sechs Mappen mit folgendem Inhalt in dieser Reihenfolge:
    1. Manuskript
    2. Zusammenfassung in deutscher Sprache
    3. Angabe des Eigenanteils (bei mehreren Autoren muss durch den Initiatoren der Arbeit der Eigenanteil des Bewerbers begründet werden)
    4. Eine Versicherung, dass die Arbeit nicht zu einer anderen Ausschreibung eingereicht ist oder wird
    5. Lebenslauf
    6. Publikationsverzeichnis

Eventuelle Anschreiben müssen ebenfalls in sechsfacher Ausfertigung, in jeder Mappe eine Kopie, vorliegen.

Die von Ihnen eingereichten Unterlagen werden nicht zurück gesendet. Unvollständige oder unsortierte Unterlagen werden nicht als Bewerbung zugelassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kuratoriumsmitglieder

  • Prof. Dr. Dr. h.c. G. Breithardt, Münster (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. A. Schuchert, Neumünster
  • Prof. Dr. K.-H. Kuck, Hamburg
  • Frau Prof. Dr. R. Strasser, Dresden
  • Dr. P. Osypka, Grenzach

Preisträger

  • 2003 PD Dr. J. C. Geller; Dr. S. Kääb
  • 2004 Dr. Sven Reek
  • 2005 Dr. Markus Zarse, Aachen
  • 2006 Dr. Marcus L. Koller, Würzburg; Dr. Dirk Vollmann, Göttingen
  • 2007 Dr. Stefan Wagner, Göttingen
  • 2008 Dr.-Ing. Matthias Reumann, Karlsruhe
  • 2009 PD Dr. Oliver Ritter und Dr. Peter Nordbeck, Würzburg
  • 2010 Dr. Christian Meyer, Düsseldorf und Dr. Thomas Schimpf, Aachen
  • 2011 Olympia Bikou und PD Dr. Dierk Thomas, Heidelberg
  • 2012 Dr. Obaida R. Rana
(v.l.) Prof. Dr. Georg Ertl, Dr. Obaida Rashid Rana, Dr. Nicola Osypka/Peter Osypka Stiftung und Prof. Dr. Ellen Hoffmann. (Foto: DGK / Thomas Hauss)