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Andreas-Grüntzig-Forschungspreis

Gefördert von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Auslobungsfrist: 31.10.2016

Prof. Dr. Andreas Roland Grüntzig wurde am 25. Juni 1939 in Dresden geboren. Sein Vater fiel 1945 im Kriege. Nach vorübergehender Emigration nach Argentinien (1950 – 1952), dem Abitur in Leipzig und Flucht in die Bundesrepublik nahm er 1958 das Medizinstudium in Heidelberg auf.

Es folgten Assistentenjahre bei Prof. Ratschow (Darmstadt), Prof. Hegglin und Prof. Bollinger (Zürich), bei Prof. Siegenthaler in Innerer Medizin und Prof. Wellauer im Röntgendiagnostischen Zentralinstitut sowie später bei den Professoren Krayenbühl und Rutishauser in Zürich.

Im Jahre 1974 erfolgte die erste Ballondilatation einer Beinarterie am Menschen. Als Oberarzt führte Prof. Grüntzig bereits 1975 tierexperimentelle Untersuchungen zur Koronardilatation durch. Die erste intraoperative Koronardilatation nahm er in San Francisco bei Prof. R. Myler vor.

Die inzwischen historische erste Ballondilatation eines Koronargefäßes am Menschen führte Prof. Grüntzig am 16. September 1977 in Zürich durch. Er eröffnete damit der interventionellen Kardiologie und speziell der Revaskularisation der Koronarien eine neue Dimension, die ihn weltbekannt machte. Die neue Therapieoption erfuhr eine beispiellose Resonanz und führte zu einem grundlegenden Strukturwandel der Kardiologie.

Von 1980 an war Prof. Grüntzig als Professor für Medizin und Radiologie sowie als Direktor der Interventionellen Kardiovaskulären Abteilung der Medizinischen Fakultät der Emory Universität in Atlanta, GA, U.S.A. tätig.

Am 27. September 1985 wurde er Opfer eines Flugzeugabsturzes in den USA. Sein Lebensmotto lautete: „Ich habe mein Leben den Gefäßen gewidmet.“

Richtlinien

Mit dem Andreas-Grüntzig-Forschungspreis werden klinisch tätige Mediziner ausgezeichnet, deren wissenschaftliche Arbeiten sich mit Fragen der interventionellen Koronartherapie beschäftigen, unter besonderer Berücksichtigung der Reduzierung der Restenose.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, eine Teilung ist möglich. Die Verleihung erfolgte seit 2002 bis 2006 alle zwei Jahre, ab 2007 erfolgt sie jährlich, anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim.

Zur Bewerbung um den Andreas-Grüntzig-Forschungspreis ist jeder Forscher oder entsprechende Forschungsgemeinschaft, unabhängig von der Nationalität, berechtigt.

Es werden nur Originalarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum in deutscher oder in englischer Sprache ausgezeichnet, die noch nicht oder innerhalb der letzten zwölf Monate vor Einsendeschluss veröffentlicht wurden. Die ihr zugrunde liegende Leistung muss außerhalb des Sponsoring durch ein pharmazeutisches Unternehmen erbracht worden sein.

Die eingesandten Arbeiten werden zur Begutachtung einem Preisrichterkuratorium vorgelegt, das die besten Arbeiten auswählt. Danach entscheidet der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. über die Preisvergabe.

  1. Die Unterlagen müssen rechtzeitig bei der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung eingegangen sein.
  2. Die Arbeit sollte den Umfang eines zur Publikation in einem angesehenen Journal eingereichten Manuskripts nicht übersteigen. Die Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache, die Zusammenfassung muss in deutscher Sprache abgefasst werden.
  3. Einzureichen sind folgende Unterlagen, zusammengefasst in sechs Mappen mit folgendem Inhalt in dieser Reihenfolge:
    1. Manuskript
    2. Zusammenfassung in deutscher Sprache
    3. Angabe des Eigenanteils(bei mehreren Autoren muss durch den Initiator der Arbeit der Eigenanteil des Bewerbers begründet werden)
    4. Eine Versicherung, dass die Arbeit nicht zu einer anderen Ausschreibung eingereicht ist oder wird
    5. Lebenslauf
    6. Publikationsverzeichnis

Eventuelle Anschreiben müssen ebenfalls in sechsfacher Ausfertigung, in jeder Mappe eine Kopie, vorliegen.

Die von Ihnen eingereichten Unterlagen werden nicht zurückgesendet. Unvollständige oder unsortierte Unterlagen werden nicht als Bewerbung zugelassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
Grafenberger Allee 100
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Kuratoriumsmitglieder

  • Prof. Dr. M. Kelm, Düsseldorf  (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. V. Schächinger, Fulda
  • Prof. Dr. N. Marx, Aachen
  • Prof. Dr. J. Backs, Heidelberg

Preisträger

  • 2002 Dr. J.H. Bräsen und Priv.-Doz. Dr. M. Haude, Neuss
  • 2004 Dr. Jochen Wöhrle und Priv.-Doz. Dr. Martin Höher
  • 2006 Priv.-Doz. Dr. Bruno Scheller, Homburg/Saar
  • 2007 Dr. Birgit Aßmus, Frankfurt/Priv.-Doz. Dr. Jan Kähler, Hamburg
  • 2008 Dr. Andreas Schäfer, Würzburg
  • 2009 Prof. Dr. Christian Herdeg, Tübingen
  • 2010 Prof. Dr. Dr. Manfred Zehender, Freiburg; Priv.-Doz. Dr. Marc Kollum, Freiburg
  • 2011 Priv.-Doz. Dr. Stephan Rosenkranz und Dr. Evren Caglayan, Köln (Gemeinschaftsarbeit)
  • 2012 Priv.-Doz. Dr. Steffen Desch, Leipzig
  • 2013 Prof. Dr. Holger Thiele, Leipzig
  • 2014 Priv.-Doz. Dr. Ingo Eitel, Lübeck
  • 2015 Dr. Mohamed Abdel-Wahab, Bad Segeberg
  • 2016 Dr. Robert A. Byrne, München
v. l. n. r.: Prof. Dr. Andreas Michael Zeiher, Preisträger Dr. Robert A. Byrne, Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck (Foto: DGK / Thomas Hauss)

v. l. n. r.: Prof. Dr. Andreas Michael Zeiher, Preisträger Dr. Robert A. Byrne, Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck (Foto: DGK / Thomas Hauss)